Biologische, neurophysiologische, pädagogische und soziale Argumente, die für mehr Bewegung im Schulalltag sprechen



  • Bewegung erhöht die Widerstandsfähigkeit gegen Ermüdung, fördert die Motivation (setzt Endorphine frei), baut Stresshormone und Aggressionen ab
  • Begreifen entwickelt sich aus dem Greifen, das räumliche Denken über das Gleichgewichtsorgan
  • der tägliche Sitzmarathon im Schulalltag führt auch zu einer verminderten Atemfunktion, einer Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff, einer Minderversorgung des Organismus mit Nährstoffen, was zu Kopfschmerzen, einer verminderten sinnlichen Wahrnehmung, Aggressionen und Unlust am Lernen führen kann
  • Bewegung aktiviert den Blutkreislauf, der für eine bessere Sauerstoffversorgung unserer Organe zuständig ist; von der Sauerstoff- und Energieversorgung des Gehirns hängen wiederum Lernleistung und Konzentrationsdauer ab.
  • Erkenntnisfortschritte in der Gehirn- und Lernforschung belegen, dass die Ausgestaltung der Hirnarchitektur (Vernetzung von Synapsen, Verbindung von Hirnarealen) als Grundlage für komplexe Formen des Denkens, Fühlens und Urteilens entscheidend durch die Eigenaktivität des heranwachsenden Menschen bestimmt wird
  • der Verzicht auf Sinneswahrnehmungen (motorisierte und mediatisierte Welt) bewirkt den Verlust funktionsfähiger Nervenzellen und gefährdet somit die geistige Entwicklung
  • über Körpererfahrungen entwickelt ein Kind ein Bild von seinen Fähigkeiten (erste Erfahrungen von Können und Nicht-Können, Erfolg und Misserfolg, Leistungsfähigkeit und deren Grenzen)
  • Bewegung fördert die Gesundheit und kann das Unfallrisiko auf dem Pausenhof verringern
  • Bewegung kann Lernblockaden lösen und kognitive Schwächen beheben (z.B.: LRS)
  • bewegungspädagogische Ansätze fördern Teamgeist, gemeinsames Handeln, Empathie, Antizipation und zielstrebiges Verhalten
  • Bewegung kann für eine positiveres Klassenklima sorgen
  • Bewegung bringt Rhythmus in den Schulalltag (Wechsel zwischen Bewegung und Ruhe, Anspannung und Entspannung)

Ein "bewegter" Schulalltag macht die Schüler also leistungsfähiger, wacher, ausgeglichener und zufriedener.