Spanischsprachiger Austausch

Sprachreise nach Madrid und Toledo

In der 10. Klasse haben die Schüler aus dem sprachlichen Profil die Möglichkeit, an einer Sprachreise nach Madrid und Toledo teilzunehmen, die an 10 Tagen im März/April stattfindet. Da in Spanien kaum Deutsch gelernt wird, ist es fast unmöglich, Austauschpartner zu finden. Wir haben deshalb die Form einer Sprachreise gewählt.

Wir fliegen von Stuttgart nach Madrid, übernachten dort in einer Jugendherberge und besichtigen die Stadt mit ihren verschiedenen Stadtvierteln und Museen (Prado und Reina Sofía mit Werken von Picasso). Die Schüler bereiten Referate auf Spanisch vor und erklären einen Teil der Sehenswürdigkeiten. In einem Park interviewen sie Spaziergänger auf Spanisch und sprechen auch sonst phasenweise untereinander und mit ihren Lehrern Spanisch. Natürlich haben sie auch genügend Freizeit, um die Stadt in Gruppen auf eigene Faust zu erkunden.

Der zweite Teil der Reise führt in die nahe gelegene mittelalterliche Stadt Toledo, in der wir in der Jugendherberge, einer schön renovierten Burg aus dem 12. Jahrhundert, übernachten. Neben der Besichtigung der historischen Stadt, in der einst Araber, Juden und Christen lange Zeit friedlich zusammen gelebt und ihre kulturellen Spuren hinterlassen haben, besuchen wir zwei Schulen. Die eine Schule ist eine Schule mit allgemeinbildendem Zweig, beruflicher Schule und Sonderpädagogik, in der wir mit verschiedenen Klassen gemeinsame Aktivitäten unternehmen wie z.B.Gruppenarbeit auf Spanisch, Spiele, Sport, Plakate erstellen. Die andere Schule entspricht unserem Gymnasium. Dort haben die deutschen Schüler die Gelegenheit, am normalen Unterricht in verschiedenen Fächern teilzunehmen und mit den Schülern des Deutschkurses (die Schule ist eine der ganz wenigen, an denen Deutsch als Wahlfach unterrichtet wird) an einer bilingual gestalteten Unterrichtsstunde teilzunehmen. Wenn möglich, wollen wir mit diesen Schülern einen gemeinsamen Tagesausflug unternehmen.

Diese Sprachreise hat bereits mehrfach stattgefunden und großen Anklang bei den Schülern gefunden.

Schülerbericht




Argentinien Austausch Buenos Aires


Im Jahr 2007 nahmen wir, damals in der 10. Klasse, am Austauschprogramm unserer Schule mit dem argentinischen Instituto Ballester teil. Im Winter besuchten uns unsere Austauschschüler aus Buenos Aires und lebten ca. 3 Monate bei uns.
Nach dieser tollen Zeit flogen wir im Sommer nach Buenos Aires. Zunächst war es schon eine gewisse Umstellung mit der Sprache und der Kultur. Aber nach kurzer Zeit hatten wir uns gut eingelebt und konnten uns gut verständigen. Unsere Gastfamilien nahmen uns sehr herzlich auf und integrierten uns in ihr Familienleben. Anfangs waren dort Winterferien und somit konnten wir viel gemeinsam mit unseren Familien unternehmen, sowie Land und Leute ein wenig kennenlernen. Neben der Möglichkeit die riesige Stadt mit ihren zahlreichen Attraktionen wie die große Einkaufsstraße "La Florida" oder dem "Torre de los Ingleses" zu besichtigen, besteht bei diesem Austausch auch die Möglichkeit die weltberühmten Iguazú-Wasserfälle an der argentinisch-brasilianischen Grenze zu bewundern. In der Schule lernten wir den Schulalltag kennen. In den Pausen kamen zahlreiche Schüler auf uns zu und unterhielten sich mit uns, so dass wir nie das Gefühl hatten, nicht willkommen zu sein. Einige von uns konnten sogar neue Freundschaften schließen.
Natürlich hängt vieles von der jeweiligen Gastfamilie ab, in die man kommt, aber natürlich auch von der Einstellung mit der man dort hingeht. Wenn man sich auf das Land einlässt, kann man in den Straßen viel Armut antreffen, aber trotzallem eine Lebensfreude und Herzlichkeit wie sie in Deutschland selten zu finden sind.
Für uns war es eine durchweg positive Erfahrung, die uns einen ganz anderen Blickwinkel auf die Welt ermöglicht hat und uns auch menschlich weiterbringen konnte. Aus diesem Grund können wir diesen Austausch, auch wenn er nicht ganz billig ist, jedem wirklich nur empfehlen.




Austausch mit Argentinien


Jedes Jahr besteht die Möglichkeit, an einem Austausch mit Argentinien teilzunehmen. Der Austausch findet mit der deutschen Schule Villa Ballester in Buenos Aires statt. Die deutschen Schüler nehmen einen argentinischen Schüler bei sich auf und können einen Gegenbesuch machen.

Kurz vor oder nach Weihnachten kommen die argentinischen Schüler nach Calw in ihre Gastfamilie und bleiben bis Mitte März. Sie sind 15 oder 16 Jahre alt und sprechen bereits sehr gut Deutsch, wollen ihre Sprachkenntnisse aber noch verbessern und das Leben in Deutschland kennen lernen. Sie gehen gemeinsam mit ihrem deutschen Partner in die Schule. Im genannten Zeitraum haben die argentinischen Schüler Sommerferien (Südhalbkugel!).

Da die Schüler knapp drei Monate, also relativ lange in Calw bleiben möchten, ist es unter Umständen möglich, einen Argentinier "nur" für 6 Wochen aufzunehmen. Die folgenden 6 Wochen würde der argentinische Schüler dann bei einem anderen Schüler unserer Schule verbringen.

Für die deutschen Schüler ist die Aufnahme eines argentinischen Partners sicher ein Gewinn. Zwar sollen die Argentinier viel Deutsch sprechen, doch können sie natürlich auch den Deutschen helfen, ihre Spanischkenntnisse zu verbessern. An den Wochenenden dürfen die argentinischen Schüler, wenn sie das wünschen, in Gruppen alleine Kurzreisen unternehmen. Ebenso machen sie eine einwöchige Fahrt nach Berlin mit den anderen Schüler ihrer argentinischen Schule, die auf andere deutsche Städte verteilt sind. Den Rest der Zeit verbringen sie in ihrer deutschen Gastfamilie und besuchen regelmäßig mit den Deutschen die Schule.

Selbstverständlich besteht die Möglichkeit zu einem Gegenbesuch. Dieser könnte z.B. in den Sommerferien 2010 stattfinden. Dazu bekommen die Schüler dann noch 2 Wochen im Juli schulfrei, so dass sie je nach Wunsch bis zu 8 Wochen in Argentinien sein können. Den Besuch in Argentinien werden die Schüler ohne Begleitung eines Lehrers unserer Schule durchführen. Sie werden aber in Argentinien von der Gastfamilie am Flughafen abgeholt, besuchen dort mit dem Partner die Schule und haben an der Schule die deutschsprachige Sekretärin, Frau Cezanne, als Ansprechpartner. Der Austausch hat schon mehrfach stattgefunden, die deutschen Schüler kamen gut zurecht und waren fast ausnahmslos von ihrem Aufenthalt in Argentinien begeistert. Die Kosten sind im Wesentlichen der Flug (1.100 € im März 2009) und Geld für Reisen, die Ihr Kind u. U. in Argentinien durchführen möchte. So haben die meisten Schüler eine organisierte Reise zu den Wasserfällen von Iguazú gemacht (320 € im März 2009).

Nähere Information erhalten die Schüler, die sich für einen Argentinienaustausch entschieden haben, an einem Informationsabend.