Amerikaaustausch 2009

Maria von Linden-Gymnasium – Sierra High School
05.04.-02.05.09


Am frühen Morgen des 5. April starteten 14 Schülerinnen und Schüler des Maria von Linden Gymnasium sowie ein Lehrer am Stuttgarter Flughafen, um sich ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten aufzumachen. Nach einer kurzen Zwischenlandung in Amsterdam erreichten wir Dank des Zeitunterschieds am Nachmittag desselben Tages San Francisco, wo wir herzlich von Ms Carr und ihren ebenfalls 14 Schützlingen in Empfang genommen wurden. Von San Francisco aus ging es zur Sierra High School in Tollhouse (Nordkalifornien) und von da in die verschiedenen Gastfamilien.

Die erste Woche verbrachten die deutschen Schülerinnen und Schüler in ihren Gastfamilien und hatten so die Gelegenheit, ein sehr schönes und aufregendes Land zu bereisen, wobei manche den Grand Canyon besuchten, andere die Küstenstädte Montery oder Santa Barbara, während es wieder andere gar nach Los Angeles oder Las Vegas in Nevada verschlug. Jedenfalls hatte ich am darauffolgenden Montag in der High School den Eindruck, das sich alle vieles zu erzählen hatten und wohl jeder diese erste Woche mit ihren mannigfaltigen Eindrücken (und langen Autofahrten) genossen hatte. Und auch bei der abendlichen "welcome party" gab es noch genug zu erzählen.

Es folgten zwei Wochen, in den die Schülerinnen und Schüler am Unterricht an der Sierra High School teilnahmen, wobei sie nicht immer ihre jeweiligen Austauschpartnern begleiten mussten. Ein abwechslungsreiches Fächerangebot, die Vielzahl freundlicher Lehrer und Schüler sowie ein sonniger Pausenhof, dessen Musikbeschallung es den Schülern wohl besonders angetan hatte, ließen auch diese Zeit schnell, angenehm und gewiss in mancher Hinsicht auch sehr lehrreich vergehen. Besonders hervorzuheben sind der Besuch des Yosemite National Park, bei dem wir gemeinsam den "misty trail" absolvierten, sowie die zweitägige Veranstaltung "Every 15 Minutes", bei der in gerade für uns Besucher ungewöhnlicher und eindringlicher Weise vor der Kombination "Alkohol und Auto" gewarnt wurde.

Manche konnten es gewiss kaum glauben, dass es nach 3 Wochen schon wieder Abschied nehmen hieß, als unsere Gastgeber uns nach San Francisco brachten, wo wir die letzte Woche wieder nur unter uns Deutschen in einer Jugendherberge verbrachten, von deren Frühstückssaal aus man die Golden Gate Bridge sehen konnte. Nicht zuletzt wegen unseres klasse Reiseführers Herrn Huber und der Tatsache, dass sich die Schülerinnen und Schüler konsequent an sämtliche Abmachungen hielten, war gerade auch diese Woche eine sehr schöne, zumal es uns auch möglich war, diese phantastische Stadt auf eigene Faust, die oft eine Kreditkarte umschlungen hielt, zu erkunden, viele berühmte Sehenswürdigkeiten zu sehen oder auch eines der unzähligen Fast Food Restaurants oder einen Coffee Shop zu besuchen. Gemeinsam sahen wir zudem ein Baseballspiel der San Francisco Giants und genossen die Atmosphäre trotz der abendlichen Kälte und der Tatsache, dass die Dodgers gewannen. Nach etwa vier Wochen fiel es dann wohl niemanden von uns leicht, von Amerika Abschied zu nehmen, wobei der Abschiedsschmerz durch die schönen Erinnerungen, die vielen Bilder sowie Vorfreude auf ein Wiedersehen mit unseren Austauschpartnern bzw. Freunden deutlich gemindert werden konnte.

Michael Flach