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Maria von Linden Calw Gymnasium

"Berufsberatung: Der Weg führt nicht immer Richtung Studium", Zeitungsbericht über die Projekttage "Berufsorientierung und Bewerbung" für Klasse 10

Erstellt von Sandra Müller |

Calw-Stammheim. Bereits zum vierten Mal fanden am Maria von Linden-Gymnasium (MvLG) für alle zehnten Klassen die Projekttage "Berufsorientierung und Bewerbung" statt, die von allen Beteiligten mit großem Engagement organisiert wurden. Schwerpunkt der zweitägigen Kompaktphase lag im Erleben der Bewerbungspraxis. "In der Theorie besprechen wir natürlich im Unterricht den Ablauf eines Bewerbungsgespräches, lernen den formal richtigen Aufbau der Bewerbungsmappe und bereiten die Schüler auf die Bewerberverfahren vor", erklären Sandra Graf und Evi Baum, Verantwortliche für diese Projekttage.

 Patricia Baur von der Firma Kömpf Baustoffhandel Calw, Markus Bräuning und Sabine Breitling von der Firma Strähle und Hess aus Althengstett, Beate Martin von der Firma Martin Mechanic aus Nagold, Ulrich Hakenjos und Birgit van Rickelen, ehemals von HP sowie Birgit Fritz von der Sparkasse Pforzheim Calw nahmen sich für jeden Schüler 30 Minuten Zeit.

Dabei stand auch die Bewerbungsmappe, die die Schüler zuhause angefertigt hatten, im Fokus. Beate Martin von Martin Mechanics erklärte: "Eigentlich gibt es heutzutage immer mehr Online-Bewerbungen. Dennoch ist es wichtig für die Schüler, die Bewerbungsmappe einmal auf dem klassischen Weg angefertigt zu haben für die Firmen, die darauf noch Wert legen." In den Gesprächen versuchten die Referenten, die Schüler näher kennenzulernen, ihre Stärken und Schwächen zu beleuchten und ihnen Rückmeldung über das Gespräch zu geben.

Große Rolle

Sophie Ebersbach, die gerade aus dem Gespräch mit Beate Martin kam, berichtete, dass sie sich in dem Gespräch sehr wohl gefühlt habe und dass sie den Tipp bekommen habe, ihr künstlerisches Interesse ernst zu nehmen und zu schauen, wie sie dieses in ihren Berufswunsch integrieren könne. Nicht immer müsse der Weg nach dem Abitur automatisch in Richtung Studium gehen, so Martin. Die Schüler sollten auch überlegen, ob eine Ausbildung zunächst eine Alternative sein könnte.

Bitterhof zeigte in ihrem Modul, was Schüler bei einem Assessment-Center erwarte. Die Schüler absolvierten einen Einstellungstest und bekamen Tipps für das Verhalten bei Team-Aufgaben.

Im dritten Modul "Ich präsentiere mich – wie präsentiere ich mich?" machte Schauspieler Stefan Roschy den Schülern deutlich, dass die nonverbale Kommunikation neben dem Gesagten ebenfalls eine große Rolle spiele: "Sobald ihr den Raum betretet, kommuniziert ihr mit den Personalern – seid euch dessen bitte bewusst."

Die Referenten von "Coaching for future" zeigten den Schülern auf, welche Ausbildungen, beziehungsweise Studiengänge es im Bereich Naturwissenschaften gibt. Die Studien- und Berufsbotschafter des fünften Moduls informierten auf der einen Seite über ihre Studiengänge sowie Ausbildungsberufe, standen aber auch für die Fragen der Schüler zur Verfügung. Wo beantrage ich Bafög? Wie viel Geld brauche ich im Schnitt pro Monat? Wie lange dauert die Ausbildung?

Brennenstuhl dagegen versuchte mit den jungen Menschen die Fragen zu beantworten, die sich wohl jeder bei der Berufsorientierung stellt: "Wie finde ich eine Ausbildung, die zu mir passt und mir Chancen für die Zukunft eröffnet?" Dabei stand im Mittelpunkt, sich der eigenen Stärken und Schwächen bewusst zu werden und zu erfahren, aus welchen Gründen man sich für einen Beruf interessiert.

Zusätzliches Angebot

Ein zusätzliches Angebot, das einige Schüler annahmen, war ein Gespräch mit Renate Brujmann von der Arbeitsagentur für Arbeit in Nagold, die sich Zeit für jeden einzelnen Schüler nahm und ihm bei seiner Berufsorientierung zur Seite stand.

Die Rückmeldungen von Schülern, Lehrern und Referenten war durchweg positiv. Die Schulleiterin Birgit Scholl, dankte den Verantwortlichen und den Referenten für ihre Mühe: "Durch Ihr Engagement leisten Sie einen großen Beitrag dazu, dass unsere Schüler einen ersten, positiven Schritt Richtung Berufsorientierung und Bewerbung machen."

Beate Martin (rechts) und Tobias Wurmhöriger von Martin Mechanics führten ein fiktives Bewerbungsgespräch. Foto: Müller