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Maria von Linden Calw Gymnasium

Kursfahrt nach Rom

Erstellt von Lara Johanntokrax, Karen Krug |

Kursfahrt nach Rom 2018

Der vierstündige Lateinkurs von Herrn Leicher ist Anfang Oktober für fünf Tage auf Studienfahrt nach Rom gegangen. Der Beginn unserer Reise war ein Flug in aller Frühe von Stuttgart nach Rom. Dort angekommen sind wir direkt mit dem Shuttlebus vom Flughafen zu unserem Hotel im Zentrum der Stadt losgefahren. Da wir dort allerdings noch nicht einchecken konnten, ist unsere müde Gruppe zum ersten längeren Fußmarsch zur Spanischen Treppe aufgebrochen. Wir als Lateinkurs haben dann natürlich auch den lateinischen Text auf dem Denkmal vor der Kirche übersetzt und durften danach den Ausblick über Rom genießen. So genussvoll war es allerdings nicht, denn man bekam dauernd irgendwelche Armbänder oder Rosen von den Straßenverkäufern angeboten. Wir stiegen die Treppe hinab und schauten uns den Trevi-Brunnen an, an welchem wir auch unsere Mittagspause machten. Daraufhin konnten wir zurück ins Hotel, und als wir dort ankamen, waren alle Schüler sehr erleichtert eine Möglichkeit für einen Mittagsschlaf zu haben, denn es war für den Nachmittag sonst nichts mehr geplant. Am Abend aßen wir alle gemeinsam in einer Pizzeria und die Lehrer boten an mit ihnen das Kolosseum bei Nacht anzuschauen. Eine Gruppe von Schülern ging mit ihnen mit, wobei sich ein Schüler bei einem Sprung an einen Laternenpfosten das Knie verletzte.

Der zweite Tag unserer Reise begann auch, auf Wunsch unserer Begleitlehrer Herrn Leicher und Herrn Leuthold, recht früh und nach unserem „für italienische Verhältnisse reichhaltigen Frühstück“, wie Herr Leicher zu sagen pflegte, brachen wir zum Kolosseum auf. Dieses ist sowohl bei Nacht als auch bei Tag sehr eindrucksvoll und wir folgten einer Schülerführung durch das Gebäude. Hierbei erhielten wir sowohl über die Seeschlachten als auch über die Gladiatorenkämpfe interessante Informationen und durften danach noch etwas allein das Kolosseum erkunden. Daraufhin machten wir uns zum Forum Romanum auf, welches quasi direkt neben dem Kolosseum liegt. Dort fand auch eine Schülerführung statt und wir konnten mit vielen verschiedenen Anstößen das Forum erkunden. Vor allem die Geschichte über die Vestalinnen faszinierte die gesamte Gruppe. Daraufhin bekamen wir eine Mittagspause, in der jeder machen durfte, was er wollte. Auf dem Weg zu einem Supermarkt wollte ein Schüler – derselbe, der am vorigen Tag gegen die Laterne gesprungen war – über eine Kette springen, allerdings blieb er mit seinem verletzten Knie hängen und fiel hin. Es ist nichts Schlimmeres passiert außer ein paar Schürfwunden und einer leichten Prellung am Knie. Nach dieser ereignisreichen Mittagspause begaben wir uns in die Kapitolinischen Museen. Dort führten wir eine von den Lehrern gestellte Aufgabe aus, sahen die Lupa und hatten dabei viel Spaß. Den Abend danach hatten wir wieder Freizeit, wobei die Schüler das Angebot der Lehrer, mit ihnen essen zu gehen, annehmen durften.

Nachdem wir die Lehrer am Vortag nach langer Diskussion überredeten hatten, durften wir heute länger schlafen und sind dann „erholt“ nach dem Frühstück los zum Palatin gelaufen. Den Palatin haben wir durch eine weitere Schülerführung kennengelernt und wissen jetzt, wo Romulus und Remus der Legende nach ihre berühmte Vogelschau abgehalten haben. Als wir uns dann noch den Circus Maximus, viel mehr die einzelnen Mauerruinen, die hundert Meter auseinander standen, von oben angeschaut hatten, war es wieder Zeit für eine Freizeitpause zum Essen. Zwar heißt es „Nach dem Essen sollst du ruhen“, aber weil wir uns ja auf einer Studienfahrt befanden, haben wir uns noch die Caracalla-Thermen angeschaut und auf dem Rückweg zum Hotel einen Schlenker zur Lateransbasilika gemacht, um das Hauptportal anzuschauen. Zurück im Hotel hatten wir den restlichen Abend frei und konnten entweder mit den Lehrern essen gehen oder uns selbst etwas für den Abend organisieren. Nach dem Essen haben wir im Frühstücksraum alle zusammen eine kurze Runde „Mäxchen“ gespielt, was uns eine Lärmbeschwerde eingebracht hat, und sind danach auf unsere Zimmer gegangen.

 

Am nächsten Morgen nach dem täglichen Frühstück sind wir im Regen zum Pantheon gelaufen, wo wir eine Schülerführung durch das Gebäude bekommen haben. Dort wurden wir auf ein unübersehbares Loch in der Kuppel aufmerksam gemacht, welches die Verbindung zu dem Göttlichen damals vorstellbar machen sollte, heute jedoch als Dichtungslücke in der Decke gelten würde, da hier kontinuierlich Regen in das Pantheon gelangt (man bedenke die Schimmelbildung durch Wasser). Danach sind wir zum Vatikan gelaufen und haben den Petersdom angeschaut. Für 8 Euro durften wir dann 551 Stufen hochsteigen und verschwitzt die Aussicht von ganz oben auf den Vatikan genießen, welche wirklich das Highlight des Tages war und für die sich alle 551 Stufen gelohnt hatten. Nachdem wir die 551 Stufen wieder runtergeklettert waren, sind wir zurück zum Hotel und hatten wie jeden Tag Freizeit.

An unserem letzten richtigen Tag mussten wir wie immer relativ früh aufstehen und sind nach dem Frühstück (unseren Füßen sei es vergönnt) mit der Bahn zu den Ruinen von Ostia Antica gefahren, um diese zu besichtigen. Im Theater durften wir Schüler, angeführt von Herrn Leicher, die auswendig gelernten ersten Verse des Proömiums von Vergils Aeneis vor Publikum vortragen, was in einem Talentwettbewerb mit einer anderen Gruppe geendet hat und durch einen Kopfstand und Gesang vom MvLG gewonnen wurde. Danach sind wir zum Strand gefahren und haben den letzten Nachmittag der Romfahrt mit einem Volleyball-Turnier und Rätselspielen zusammen verbracht. Abends im Hotel konnte jeder die restliche Zeit noch nutzen, wie er wollte. Einige sind zum Beispiel noch einmal abschließend zum Kolosseum gelaufen, um dort in einem schönen Restaurant zu essen.

Unsere Reise endete sehr entspannt, wir durften ausschlafen, mussten danach nur noch fertig packen und in den Bus zum Flughafen einsteigen. Am Flughafen waren wir dank Herrn Leichers vorsichtiger Planung zwei Stunden zu früh und hielten uns deshalb, nach der aussichtslosen Suche nach einem McDonalds, dort auf. Nach einem verspäteten Start flogen wir dann in Richtung Heimat und gingen nach einer schönen Reise auseinander.

Von: Lara Johanntokrax und Karen Krug (K2)

 

Der vierstündige Lateinkurs von Herrn Leicher in Rom