Unser Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt 

Jeder Mensch hat das Recht auf körperliche und seelische Unversehrtheit – ohne Ausnahme. Der Schutz unserer Schülerinnen und Schüler vor sexualisierter Gewalt ist für uns keine Selbstverständlichkeit, die wir stillschweigend voraussetzen, sondern eine Verpflichtung, der wir aktiv und bewusst nachkommen.

Wir dulden keinerlei Form von Grenzverletzung, Übergriffen oder sexualisierter Gewalt – weder unter Schülerinnen und Schülern noch durch Erwachsene. Wer an unserer Schule lernt, lehrt oder arbeitet, soll sich sicher fühlen und wissen: 

⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠Betroffene werden bei uns ernst genommen. Wer sich meldet, muss keine Konsequenzen fürchten – wohl aber darf er oder sie darauf vertrauen, dass wir gemeinsam handeln. Unser Schutzkonzept ist Ausdruck dieser Haltung: Es ist kein Dokument für die Schublade, sondern gelebter Teil unserer Schulkultur.

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Was ist sexualisierte Gewalt?

Wer gegen seinen Willen Worte hören, Bilder sehen oder Berührungen erfahren muss, die sexuell gemeint sind, erfährt sexualisierte Gewalt

Sexualisierte Gewalt passiert oft nicht durch Fremde, sondern durch Menschen, die man kennt und denen man vertraut. Täterinnen und Täter nutzen dabei häufig Vertrauen oder Macht aus. Eines ist dabei immer klar: Betroffene tragen keine Schuld.

Beispiele können sein:

  • anzügliche Kommentare oder Witze
  • unerwünschte Bilder oder Nachrichten per Handy
  • ungewollte Berührungen

Wenn sich etwas falsch anfühlt – nimm dieses Gefühl ernst. Du musst das nicht alleine tragen.



Wie erkenne ich Grenzverletzungen?

Grenzverletzungen sind nicht immer leicht zu erkennen – besonders dann nicht, wenn sie schleichend beginnen oder von jemandem ausgehen, dem man vertraut. Oft fühlt sich etwas einfach „komisch" an, ohne dass man genau sagen kann, warum. Dieses Gefühl ist wichtig – es hat immer einen Grund.

Eine Grenze ist überschritten, wenn jemand:

  • unangenehme Kommentare macht oder unerwünschte Bilder schickt
  • dich berührt, obwohl du das nicht möchtest
  • dich unter Druck setzt oder zur Geheimhaltung drängt

Auch wenn jemand sagt „das war doch nur ein Spaß" – entscheidend ist, wie es sich für dich anfühlt. Du hast das Recht, Nein zu sagen und darüber zu sprechen.



Wer hilft mir am MvLG?

Wenn du Unterstützung brauchst, kannst du dich außer an Lehrerinnen und Lehrer auch an folgende Personen/Stellen wenden:

  • Schulsozialarbeiterin: Frau Fielsch hier⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠
  • Beratungslehrerin: Frau Todt hier
  • Schulseelsorgerin: Frau Banzhaf hier
  • Beratungsstelle bei sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen, Onyx
    Telefon: 0170/4544080 
    E-Mail: OnyX@kreis-calw.de
  • Externe Beratung: Nummer gegen Kummer 
    (116 111)
  • Online-Beratungsplattform Schreib-Ollie (www.schreib-ollie.de).


Was passiert, wenn ich mich melde?

Wer sich meldet, braucht keine Angst vor negativen Folgen zu haben. Deine Aussage wird ernst genommen – und du bestimmst zunächst selbst, wie viel du erzählen möchtest.

Nach einer Meldung gilt:

  • Du wirst in einem vertraulichen Gespräch angehört
  • Es wird gemeinsam mit dir besprochen, was als nächstes passiert
  • Bei Bedarf werden externe Fachstellen hinzugezogen

Eines ist sicher: Du bist nicht allein. Wer sich meldet, tut das Richtige – und wird dabei begleitet.


Was tun wir als Schule präventiv?

Schutz beginnt vor dem Ernstfall. Deshalb setzen wir auf Prävention.

  • Mentoring 
  • Medienprävention 
  • Infoveranstaltungen (Theater, Polizei, …)
  • F.Ü.R. Projekt
  • Fortbildungen für das Kollegium

Prävention ist bei uns kein einmaliges Projekt – sondern fester Bestandteil unseres Schullebens.